Bunker

Du kauerst auf dem wackeligen Stuhl inmitten eines kahlen, heruntergekommenen Raumes. Aufgrund des grellen Lichtes der nackten Birne, die vor Deinen Augen hin- und herpendelt, kannst Du um Dich herum kaum etwas wahrnehmen. Das stete Tropfgeräusch, das aus dem Nichts an Dein Ohr hämmert, hat mittlerweile die Lautstärke einer zerspringenden Glasschüssel angenommen. Tlip, tlip, tlip, exakt alle zwei Sekunden und treibt Dich in den Wahnsinn. Würden Sie nur nicht immer auf derselben Stelle am Hinterkopf auftreffen. Wie schwer ist so ein Wassertropfen eigentlich? 1g? 1kg?

Es ist erbärmlich kalt und Dein nackter Körper - über und über mit erhärtetem Wachs überzogen - ist gekrümmtt und mit angezogenen Beinen auf den Stuhl gefesselt. Lange stehst Du dies hier nicht mehr durch. Doch wie lange hast DU leider nicht zu entscheiden. DU bist lediglich das Opfer Deiner eigenen Leidensfähigkeit bzw. - unfähigkeit. Das Gewicht an Deinem Hodensack wird um 1 kg erhöht. Die Schrauben Deiner Brustwarzenklammern zweimal nach rechts gedreht. Du willst schreien vor Schmerz, schreien vor Geilheit, aber die Scherenklammer an Deiner Zunge hat etwas dagegen.

Ein blökendes Geräusch aus ausgetrockneter Kehle ist alles, was Du zustande bringst. Die Flammen zweier Kerzen freuen sich auf ihre Nahrung. Gierig züngeln sie Deinen heißen Pobacken entgegen und färben die Haut in dunkles Weinrot. Klack, klack. Die Schritte hinter Deinem Rücken. Hin. Her. Hin. Her. Ein kurzes Zischen. Ein Dutzend Wachstropfen wirbeln durch Luft, hinweggefegt von einem Bündel Lederriemchen, dekoriert mit allerfeinsten Knoten. Die Kälte ist für einen Sekundenbruchteil einer Hitzewallung gewichen. Dein Rücken fühlt sich an wie - nein, fühlen kannst Du ihn schon lange nicht mehr.

Die ersten zehn Schläge lang vielleicht, aber das war vor einer Ewigkeit. Eine Welle des Schmerzes erbarmt sich Deiner und nimmt Dich mit auf ihren Rücken, treibt Dich hinaus auf ein Meer von Gedanken und Träumen. Eine wunderschöne, langbeinige und vollbrüstige Lady, seltsamerweise in Uniform gekleidet, steht erhaben und stolz vor Dir. Erlöst Dich von Deinen Fesseln, legt Deinen nackten geschundenen Körper rittlings über den Stuhl und bearbeitet mit harten Bewegungen der lederbehandschuhten Hand Deinen eisenharten Kolben, während sie mit der anderen Hand die noch abgebundenen und zum Bersten gefüllten Hoden knetet. Mit einem lauten Aufschrei entlädst Du Dich.

Halb bewußtlos vor Wonne und Erschöpfung sinkst Du auf die Knie und dankst der Traumgestalt für die Erlösung. Die lederbehandschuhte Hand auf Deinem Kopf zeigt Dir, dass Traum und Realität manchmal eins sein können...